skip to Main Content

raum&zeit-Ausgabe 215

Zwei indische Forscher haben in einem Experiment nach wissenschaftlichen Standards gezeigt, dass eine gepulste Elektrolyse circa 30 Mal effizienter ist als eine normale bei Gleichstrom. Das würde aber bedeuten, dass die für die Wasserstofferzeugung aufgewendete Energie niedriger ist als die Energiemenge, die im Wasserstoff gespeichert ist. C. H. Dharmaraj und S. Adishkumar von der Anna University in Tirunelveli nutzten eine gewöhnliche Elektrolysezelle aus rostfreiem Stahl und eine 12-Volt-Gleichspannungsquelle. Als Elektrolyt wurde dem entmineralisierten Wasser Natriumhydroxid (NaOH) in einer Konzentration von 4 Gramm/Liter zugefügt, was einer Leitfähigkeit von 17,53 Millisiemens/Zentimeter entsprach. Dieses Set lieferte eine Wasserstoffmenge von 0,58 Milliliter/Sekunde. Während im Gleichstromfall 18 Watt Leistung dafür erforderlich war, zog der Aufbau mit einem gepulsten Strom von 200 Nanosekunden Pulsdauer und einer Frequenz von 100 MHz nur 0,57 Watt, also etwa nur 1/32. Eine Überschlagsrechnung (mit einer Wasserstoffdichte von 0,09 kg/Kubikmeter) zeigt außerdem, dass der Pulsbetrieb eine Energiemenge von rund 2,7 Kilowattstunden für die Erzeugung von 1 kg Wasserstoff benötigt. 1 kg Wasserstoff enthält aber eine Energiemenge von 33,3 kWh. Das heißt, es entsteht etwa 12 Mal soviel Energie wie hinein gesteckt wurde! Wohl gemerkt: Das ist das Ergebnis eines schulwissenschaftlichen Experiments! Den Autoren war die Brisanz ihrer Messung offenbar bewusst. Sie schreiben daher unter Punkt 4 „Conclusion“ (Schlussfolgerung) ihrer Arbeit lediglich: „Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass mit Nanopulsen eine Wasserstoffrate von 0,58 Milliliter/Sekunde möglich wird und eine Leistungseinsparung von 96,8 Prozent erreichbar ist.“ Doch das heißt nichts anderes als dass Vakuumenergie mit im Spiel sein muss, wenn die Energiebilanz stimmen soll. (DS)

Quelle: www.ijee.ieefoundation.org/vol3/issue1/IJEE_13_v3n1.pdf

Back To Top